Die schönsten Dörfer im Piemont
Zwischen Weinlandschaften, Seen und alpiner Stille
Das Piemont gehört zu den stillen großen Regionen Italiens. Keine spektakulären Küsten, kein lautes Dolce-Vita-Versprechen – und gerade deshalb eine außergewöhnliche Tiefe. Zwischen Alpen und Apennin, Weinbergen und Seen, alten Handelswegen und bäuerlicher Kultur hat sich hier eine Lebensart entwickelt, die von Beständigkeit, Genuss und Zurückhaltung geprägt ist.
Was das Piemont besonders macht, zeigt sich vor allem in seinen Dörfern. Sie sind keine Kulissen, sondern gewachsene Orte, in denen Geschichte, Landschaft und Alltag eng miteinander verwoben sind. Weinbau, Architektur und regionale Küche haben hier über Jahrhunderte hinweg ein harmonisches Gesamtbild geformt. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt eine Region, die nicht überwältigt, sondern berührt – leise, authentisch und nachhaltig.
Die folgenden Dörfer stehen exemplarisch für diese Vielfalt. Sie liegen in den Langhe, im Monferrato, an Seen oder in den Bergen und zeigen unterschiedliche Facetten des Piemonts – verbunden durch eine gemeinsame Haltung: Qualität statt Inszenierung, Tiefe statt Oberfläche.
Costiglione d’Asti – still und verwurzelt
Costiglione d’Asti liegt auf einem Hügel zwischen Asti und Alba und gehört zu jenen Dörfern, die ihre Ursprünglichkeit bewahrt haben. Die imposante Burg prägt das Ortsbild und erinnert an die lange Geschichte der Region. Abseits davon bestimmen schmale Gassen, Natursteinfassaden und ein ruhiger Alltag das Bild. Costiglione d’Asti ist ein Ort für Reisende, die das Piemont jenseits touristischer Routen erleben möchten.
Nizza Monferrato – lebendig im Herzen des Monferrato
Nizza Monferrato verbindet dörflichen Charakter mit einer spürbaren Lebendigkeit. Als Zentrum eines renommierten Weingebiets ist der Ort geprägt von Märkten, Cafés und einer aktiven Gastronomieszene. Rund um die zentrale Piazza spielt sich das tägliche Leben ab, während sich außerhalb des Zentrums sofort die sanften Hügel des Monferrato öffnen. Nizza Monferrato eignet sich ideal als Ausgangspunkt, um die Region zu erkunden oder einfach das piemontesische Lebensgefühl zu genießen.
Canelli – Weintradition in der Tiefe
Canelli ist untrennbar mit der Geschichte des Weins verbunden. Unter den Straßen des Ortes verlaufen kilometerlange historische Weinkeller, die heute Teil des UNESCO-Welterbes sind. Oberirdisch zeigt sich Canelli ruhig und authentisch, mit einer Altstadt, die eher zum Verweilen als zum Durchziehen einlädt. Canelli steht exemplarisch für das tief verwurzelte Zusammenspiel von Landschaft, Arbeit und Kultur im Piemont.
Barolo – zwischen Reben und Geschichte
Barolo ist weit mehr als der Name eines großen Weins. Das Dorf thront auf einem Hügel inmitten der Langhe, umgeben von Weinbergen, die bis an die Häuser heranreichen. Das historische Zentrum ist überschaubar und geprägt von vinologischer Tradition. Alte Keller, kleine Weinlokale und Aussichtspunkte laden dazu ein, innezuhalten. Barolo ist ein Ort, an dem Genuss selbstverständlich ist – nicht erklärungsbedürftig.
Neive und Monforte d’Alba – das Bild der Langhe
Neive wirkt elegant und ruhig, mit verwinkelten Gassen und weiten Blicken über die Weinberge. Monforte d’Alba liegt spektakulär auf einem Hügel, geprägt von steilen Gassen, historischen Gebäuden und einem natürlichen Amphitheater. Beide Orte stehen exemplarisch für die Harmonie aus Weinbau, Architektur und Landschaft, die die Langhe weltweit bekannt gemacht hat.
Orta San Giulio – zeitlose Ruhe am Wasser
Am Ufer des Ortasees liegt Orta San Giulio, ein Dorf von besonderer Ausstrahlung. Die autofreie Altstadt führt hinunter zur Piazza am Wasser, gegenüber liegt die kleine Insel San Giulio. Spaziergänge entlang des Sees oder durch die historischen Gassen wirken hier entschleunigend und beinahe meditativ.
Ricetto di Candelo – Geschichte zum Anfassen
Der Ricetto di Candelo ist eine vollständig erhaltene mittelalterliche Wehr- und Lageranlage. Massive Mauern, enge Gassen und klare Strukturen vermitteln ein eindrucksvolles Bild vom gemeinschaftlichen Leben vergangener Jahrhunderte. Candelo ist ein außergewöhnlicher Ort, an dem Geschichte nicht erklärt, sondern erlebt wird.
Usseaux und Ostana – das alpine Piemont
Im Westen der Region zeigen Usseaux und Ostana eine ganz andere Seite des Piemonts. Berglandschaft, traditionelle Steinarchitektur und eine bewusste Entschleunigung prägen diese Dörfer. Sie stehen für ein Piemont, das naturverbunden, ruhig und tief in regionalen Traditionen verwurzelt ist.
Garbagna, Volpedo und Cocconato – stille Entdeckungen
Diese Orte gehören zu den weniger bekannten Seiten des Piemonts. Garbagna besticht durch seine kompakte Altstadt, Volpedo verbindet Kunstgeschichte mit ländlichem Alltag, Cocconato thront mit weitem Blick über das Monferrato. Wer hierher reist, sucht keine bekannten Namen, sondern echte Eindrücke.
Das Piemont erleben – mit dem richtigen Ort zum Ankommen
Die Vielfalt der piemontesischen Dörfer macht den besonderen Reiz dieser Region aus. Ob Weinlandschaft, See oder Berge – jedes Gebiet erzählt seine eigene Geschichte. Unsere Ferienhäuser im Piemont liegen bewusst in oder nahe solcher Orte. Sie bieten Raum für Ruhe und zugleich ideale Ausgangspunkte, um das Piemont Dorf für Dorf zu entdecken – authentisch, entspannt und nah am Leben.